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    Internationaler Orgelsommer 2022

BRANDNEU – Internationaler Orgelsommer 2022
25. Juni bis 10. September

Schirmherrin: Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst

Der internationale Orgelsommer in der Kasseler Martinskirche gehört zu den großen Orgelfestivals in Deutschland.
In diesem Jahr steht im Kontext der documenta 15 neuste Orgelmusik auf dem Programm mit über 30 Uraufführungen, einer Klanginstallation und unterschiedlichen Konzertformaten mit den besten internationalen Interpreten. Für nahezu drei Monate wird St. Martin mit ihrer wegweisenden neuen Orgel zum Mittelpunkt der internationalen Orgelwelt.

Bereits heute strahlt die Rieger-Orgel weit über Deutschland hinaus: Sie ist unter Orgelkennern weltweit geschätzt und ein Magnet für Inter­pretinnen und Interpreten.

Für BRANDNEU 2022 werden die besten europäischen Orga­nistinnen und Organisten in Kassel zu Gast sein und über 30 eigens für dieses Festival komponierte Werke in 23 Konzerten urauffüh­ren. Interpreten wie Bernhard Haas, Pier Damiano Peretti, Susanne Kujala, Hampus Lindwall, Angela Metzger oder Thomas Lacote versprechen exzellente und faszinierende Konzerte.

Die Komponisten – ebenfalls aus ganz Europa – erarbeiten ihr Werk jeweils in einem mehrmonatigen, intensiven künst­lerischen Prozess gemeinsam mit den Interpreten.

Klanginstallation „da draußen“

Im Auftrag der Kulturplattform St. Martin hat die belgische Klangkünstlerin Cathy van Eck eine mehrdimensionale Klanginstallation für die Martinskirche geschaffen. Beim Hineingehen nimmt man Klänge von draußen mit. Drinnen entsteht ein Rauschen aus diesen angesammelten Klängen. Manchmal bricht ein Klang aus, das Draußen übernimmt kurzzeitig das Drinnen, um dann wieder nur als ein Rauschen im Hintergrund zu erklingen. Sängerinnen und Sänger der Chöre von St. Martin wurden gefragt, an welchen Orten draußen für sie besonders schöne, hässliche oder spannende Klänge vorhanden sind. An diesen Orten hat Cathy van Eck Aufnahmen gemacht. Aus den Aufnahmen sind alle Klänge für diese Installation entstanden.

Sie erklingen an unterschiedlichen Orten und Zeiten in der Kirche, in immer unterschiedlichen Konstellationen, oft unerkennbar als Rauschen im Hintergrund, manchmal aber deutlich erkennbar als quietschende Tram, sprudelndes Bächlein im Bergpark, oder als Rufe von einem vorbeifliegenden Kranichzug.

Die Klanginstallation ist täglich von 10 – 17 Uhr zu hören, Eintritt frei

Solo Recitals (immer samstags)

Für die Recitals wurden Kompositionsaufträge vergeben an Komponisten aus 30 verschiedenen europäischen Ländern, z.B. Mauro Lanza, Joanna Wozny, Jakub Rataji, Beat Furrer oder Klaus Lang.
Die Recitals beginnen mit einem Kurzvideo, in dem der Komponist, dessen Werk uraufgeführt wird, von sei­nen Motiven etc. zu seinem Werk spricht. Hier wird ein beson­derer Fokus auch darauf gelegt, ob es Spezifika in den Kompo­sitionen gibt, die neben der internationalisierten Sprache der Avantgarde auch länderspezifische Elemente wahrnehmbar werden lassen.

Die Konzerte bestehen dann weiter aus zwei musikalischen Teilen, in deren Mitte eine Pause mit Künstlergespräch steht. Hier sollen direkte Begegnungen zwischen Ausführenden, Kom­ponisten und Publikum stattfinden. Die freie Bestuhlung und die fahrbare Experimentalorgel lassen zusätzlich – ungewöhnlich für konzertante Orgelmusik – indivi­duelle räumliche Perspektiven der einzelnen Recitals zu.

Die Konzertprogramme setzen sich aus neuster Musik und Musik der letzten 30 Jahre zusammen.

Interactions (immer mittwochs)

In den Interactions begegenen sich die unterschied­lichsten Künstler verschiedener Stilrichtungen an der Orgel.
Auch hierbei wird einleitend ein Video des Komponisten gezeigt, dessen Uraufführung erklingt. Wesentlich für die Inter­actions ist dann die Begegnung zwischen den Künst­lern und den verschie­denen künstlerischen Positionen – Video, wei­tere Instrumente, Elektronik etc.

Es ergeben sich äußerst spannende Raumperspektiven in der Nutzung des gesamten Kirchenraumes, einschließlich der Chorkirche oder der angrenzenden Räume.

Die künstlerische Leitung des Festivals haben Susanne Kujala und Eckhard Manz.

Veranstalter des Festivals ist die Kulturplattform St. Martin in Kooperation mit der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck

Gefördert wird das Festival durch die ernst von siemens musikstiftung, den musikfonds/Neustart Kultur, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie zahlreichen weiteren Spendern, Stiftungen und Institutionen.

Schirmherrin des Festivals ist Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst.

Alle Fragen, rund um das Orgelfestival und zur Musik an St. Martin beantwortet Ihnen gerne das Musikbüro.

Eine Übersicht über alle Veranstaltungen finden Sie in unserem Kalender.